Windenergie

Windenergie leistet den größten Beitrag zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und ist maßgeblich für das Wachstum der erneuerbaren Energien im Stromsektor. 2017 lieferten die knapp 30.000 deutschen Windräder (On- und Offshore) knapp 20% der gesamten Netto-Stromproduktion. In Mecklenburg-Vorpommern drehen rund 1.900 Windräder.

Norddeutschland ist für die Erzeugung von Windstrom aufgrund der höheren Referenzwindgeschwindigkeiten besonders geeignet. Moderne Windenergieanlagen an Land erreichen heute Gesamthöhen von mehr als 200 Metern mit Rotordurchmessern von über 100 Metern. Eine solche Anlage hat eine Leistung von mehr als 3 Megawatt und kann mehr als 2.000 Haushalte mit grünem Strom versorgen.

Windstrom speichern

Optimierte und intelligente Stromnetze werden in Zukunft dazu beitragen, Angebot und Nachfrage von Windstrom besser aufeinander abzustimmen. Es geht aber auch darum, in Überschusszeiten Windstrom zu speichern. Als Langzeitspeicher kristallisiert sich aktuell vor allem die Möglichkeit heraus, Windstrom in andere, besser speicherbare Energieformen umzuwandeln, zum Beispiel mittels Elektrolyse von Wasser in Wasserstoff (Power-to-Gas). Eine Option ist auch, Windstrom in Hochtemperaturwärme
(Power-to-Heat) umzuwandeln, oder in flüssige Energieträger, die als Kraftstoff und chemischer Langzeitspeicher (Power-to-Liquid) dienen.

Für eine erfolgreiche Energiewende ist zudem ein intelligent verknüpftes Zusammenspiel unterschiedlicher, lokal verfügbarer Energieträger und lokaler Verbraucher erforderlich. Dabei muss Energie künftig auch erzeugungs- und bedarfsgerecht zwischen den Sektoren Strom, Wärme und Mobilität ausgetauscht werden.