Emissionen

Jeder Deutsche verursacht durchschnittlich 10 Tonnen CO2 pro Jahr. Laut Weltklimarat dürfen die Pro-Kopf-Emissionen jedes Erdenbürgers aber nicht mehr als zwei Tonnen pro Jahr betragen.

Wie wir täglich leben, hat Einfluss auf unser Klima. Konkret, wie viele Treibhausgase wir in die Atmosphäre abgeben. Die Folge: Unser Planet heizt sich auf. Der Klimawandel wird unser Leben beeinflussen. Wetterextreme, Dürren, der Anstieg der Meeresspiegel, Flüchtlingsströme, Artensterben… Die Auswirkungen des weltweiten Temperaturanstieges sind vielfältig und heute in Gänze noch gar nicht absehbar. Es wird auch davon abhängen, wie wir – im Wissen um mögliche Folgen des Klimawandels – reagieren, also wie wir heute und künftig leben. Jeder einzelne ist gefragt, es geht um viel, und es gibt so vieles, was wir tun können. Es sind kleine und große Dinge, die getan werden können. Zusammen ist es Klimaschutz!

Klimaziele

Der Klimagipfel in Paris, auf dem im Dezember 2015 196 Staaten ein Weltklima-Abkommen verabschiedet haben, hat eine historische Einigung zum Klimaschutz erreicht. Ziel ist, die Treibhausgasemissionen derart einzudämmen, dass der Temperaturanstieg deutlich unter 2 Grad Celsius gehalten wird. Die Weltgemeinschaft einigte sich auf eine treibhausgasneutrale Weltwirtschaft zwischen 2050 und 2100.

Auch die Europäische Union (EU) hat sich zu klima- und energiepolitischen Zielen verpflichtet. Die Mitgliedsstaaten sind auf einem guten Weg, ihre kurzfristigen Ziele bis 2020 (-20% im Vergleich zu 1990) auch zu erreichen. Um die mittel- bis langfristigen Ziele zu erreichen, sind dagegen noch erhebliche Anstrengungen nötig.

Als bevölkerungsreichster und wirtschaftsstärkster Mitgliedsstaat innerhalb der EU nimmt Deutschland eine wichtige Rolle in der EU-Klimapolitik ein. Die deutschen Ziele lauten: -40% Treibhausgasemissionen bis 2020, -55% bis 2030 und mindestens -80 bis -95% bis 2050 (jeweils im Vergleich zu 1990). Aktuell droht Deutschland seine Klimaziele für 2020 und 2030 zu verfehlen.

Energiewende

Um die Klimaschutzziele zu erreichen, ist eine drastische Abkehr von fossilen Brennstoffen wie Öl, Gas und Kohle notwendig. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch soll in Deutschland bis 2030 auf 30% steigen, bis 2050 auf 60%. 2017 lag der Anteil der Erneuerbaren in allen Energiesektoren zusammen (Strom, Wärme und Mobilität) gerade mal bei 14,8%.

Die Energiewende ist in den einzelnen Sektoren unterschiedlich weit entwickelt. Im Stromsektor betrug 2017 der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch 36,2%. Im Wärmemarkt liegt der Anteil bei 12,9% und stagniert, ebenso im Verkehrssektor mit 5,2% Anteil erneuerbarer Energien.