Das Projekt: Energie vor Ort erzeugen und nutzen

Die Nutzung von Windenergie, Photovoltaik und Biogas für eine emissionsfreie dezentrale Energieversorgung ist Ziel des Projektes energie@lübesse. Projektträger sind das Schweriner Unternehmen naturwind und  die EXYTRON GmbH aus Rostock, die innovative Energiespeichersysteme entwickelt und baut. Die Projektträger arbeiten derzeit zusammen mit der Gemeinde an der Umsetzung eines solchen dezentralen Versorgungskonzeptes im Energiedorf Lübesse. Mittels Energiespeicherung und so genannter Sektorenkopplung soll regional erzeugte erneuerbare Energie vor Ort genutzt werden.

Dieser Projektansatz war zuvor auch Thema einer Machbarkeitsstudie, die am Beispiel des Energiedorfes Lübesse durchgeführt wurde. Untersucht wurde, wie Energie aus vorhandenen Windrädern und Solaranlagen vor Ort vermarktet und genutzt werden kann. Zugleich wurde untersucht, wie ein wirtschaftlicher Betrieb von vorhandenen Energieerzeugungsanlagen über das Auslaufen der EEG-Vergütung hinaus ermöglicht werden kann. Die Machbarkeitsstudie wurde mit Mitteln des Landes Mecklenburg-Vorpommern und der Europäischen Union gefördert.

Die Studie wurde inzwischen abgeschlossen. Ergebnis: Eine emissionsfreie dezentrale Energieversorgung des Ortes Lübesse unter Nutzung der vorhandenen Energieressourcen auch in anderen Sektoren (Wärme, Mobilität) ist technisch und wirtschaftlich möglich.  Das Energiedorf Lübesse bietet mit seinen vorhandenen Windenergieanlagen und Solarparks und dem Gewerbegebiet in Nachbarschaft ideale Voraussetzungen für ein solches Leuchtturmprojekt.

Studie am Beispiel Lübesse

Die Weiternutzung von so genannten EEG-Altanlagen ist aktuell Gegenstand zahlreicher Untersuchungen. Hintergrund: Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist zur Jahrtausendwende in Kraft getreten. 2020 fallen demnach die ersten Anlagen aus der EEG-Vergütung. Ab 2021 droht Tausenden Ökoenergie-Anlagen die Abschaltung. Die Energiewende würde damit um Jahre zurückgeworfen. Die Studie hat am Beispiel von Lübesse untersucht, wie ältere Windenergie- und Photovoltaikanlagen weiter wirtschaftlich genutzt werden können.

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Unterstützt mit Mitteln des Landes Mecklenburg-Vorpommern und der Europäischen Union